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Aktionstag gegen den sogenannten „Marsch für das Leben“ am 16.09.2017

Das Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung ruft am Samstag, den 16.September 2017 zum Aktionstag in Berlin am Brandenburger Tor auf. Mit Reden, Musik und kreativen Aktionen soll für das Recht auf Schwangerschaftsabbruch und sexuelle Selbstbestimmung demonstriert werden. Start der Demonstration ist 12 Uhr.
Aufgrund der im geltenden deutschen Schwangerschaftskonfliktgesetz verankerten Restriktionen kann bereits heute nicht von einer real bestehenden sexuellen und reproduktiven Selbstbestimmung der Frau gesprochen werden. Mit dem Marsch für das Leben werden durch die Teilnehmenden Forderungen nach weiteren Beschränkungen und Strafen artikuliert.
Kurz vor der Bundestagswahl heißt es dagegen ein Zeichen zu setzen. Deshalb rufen wir alle dazu auf, am 16. September gemeinsam mit dem Bündnis für eine tolerante Gesellschaft und für Gleichberechtigung zu protestieren!

Der Druck auf die sexuelle Selbstbestimmung wächst
Die selbsternannten „Lebensschützer“ marschieren jährlich durch Berlin und fordern, Schwangerschaftsabbrüche grundsätzlich zu verbieten. Durch die Verdrehung von Tatsachen versuchen sie Sterbehilfe, Schwangerschaftsabbruch und Mord gleichzusetzen. Zu ihren Unterstützer*innen zählen christlich-fundamentalistische Gruppen und Vertreter*innen aus dem rechten und konservativen Spektrum der Politik.
In Deutschland sind Schwangerschaftsabbrüche nur unter bestimmten Bedingungen straffrei. Frauen müssen sich vorab beraten lassen und drei Tage Bedenkzeit einlegen, bis ein Abbruch erfolgen kann. Das als Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung fordern darum den uneingeschränkten Zugang zu einem legalen Schwangerschaftsabbruch und die Streichung des Paragraphen 218 aus dem Strafgesetzbuch.

Keine einheitlichen Rahmbedingungen in Europa
In einigen europäischen Ländern ist die Situation noch weitaus repressiver als in Deutschland, beispielsweise in Polen oder Irland. „Restriktive Gesetze und die Illegalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen sind eine direkte Gefahr für Leib und Leben der Betroffenen sowie des fachlichen Umfelds. Unter unsicheren Bedingungen durchgeführte Abbrüche bedrohen die gesundheitliche Unversehrtheit der Frau – von Lebensschutz kann da nicht gesprochen werden“, sagt Ines Scheibe. Sie ist Bündniskoordinatorin und selbst für den Humanistischen Verband in der psychologischen Beratung tätig. Frankreich, Österreich, Belgien, die Niederlande und weitere benachbarte Länder zeigen hingegen wie es besser geht. Dort ist der selbstbestimmte Zugang zu einem Schwangerschaftsabbruch wesentlich besser gewährleistet und die rechtliche Situation nicht darauf bedacht, Frauen in dem Ausmaß zu stigmatisieren wie es in Deutschland der Fall ist.

Das Familienplanungszentrum BALANCE ist Mitglied im Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung und beteiligt sich am Aktionstag.
Fragen zur Demo? presse@sexuelle-selbstbestimmung.de

12.00 Uhr Auftaktkundgebung Brandenburger Tor, Platz des 18. März
Redner*innen: Marlies Tepe (Bundesvorsitzende GEW), Heiko Grosser (Berliner AIDS-Hilfe e.V.), linksjugend [´solid], Jusos Berlin, Frauen*kampftag Bündnis  und weitere Organisationen.

14.00 Uhr Zwischenkundgebung Pariser Platz

Brandenburger Tor

15.00 Uhr Demobeginn

16.00 Uhr Abschlusskundgebung Lustgarten

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