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Erfolgreiche Konferenz zur Abschaffung des §218 StGB

20.07.2016
Mit 110 Teilnehmenden fand am vergangenen Wochenende die Konferenz  „Weg mit §218!“ in Berlin statt, veranstaltet vom „Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung“. Die Kriminalisierung von Frauen oder Ärzt_innen durch die Paragrafen 218/219 StGB ...
Die Kriminalisierung von Frauen oder Ärzt_innen durch die Paragrafen 218/219 StGB muss abgeschafft werden, darin waren sich die Teilnehmenden einig.
„In Deutschland steht ein Schwangerschaftsabbruch nach § 218 noch immer unter Strafe und wird nur unter bestimmten Voraussetzungen straffrei gestellt. Es kann nicht sein, dass bis heute für Frauen und Mädchen kein uneingeschränktes Recht auf Selbstbestimmung über ihren Körper besteht,“ fasst Stefan Nachtwey, Geschäftsführer des FPZ und Bündnismitglied zusammen.
Ärzt_innen berichteten, wie ihre Arbeit durch Anfeindungen sogenannter Lebensschützer erschwert wird. Im Jahr 2015 gab es 27 Anzeigen wegen vermeintlicher Werbung für Schwangerschaftsabbrüche gegen Ärtzt_innen. Diese Einschüchterungsversuche haben zur Folge, dass einzelne Praxen schließen und Frauen stundenlange Anfahrtswege, teils in benachbarte Bundeländer auf sich nehmen müssen.
Des Weiteren wurde der freie Zugang zur Beratung und zum Schwangerschaftsabbruch auch für Geflüchtete gefordert und verabredet, Aktionen gegen die Alternative für  Deutschland (AfD) zu unterstützen. Sie verfolgen die gleichen Ziele wie die Lebensschützer und gehen damit eine Allianz  gegen die reproduktiven Rechte von Frauen ein.
Aktivistinnen aus Polen, Irland und Spanien berichteten jeweils über die Gesetzeslage und über die Scheinheiligkeit der Abtreibungsgegner_innen. So berichtet Goretti  Horgan aus Irland, dass Lebensschützer Prochoice Aktivisten_innen Selektion vorwerfen ohne sich selbst für eine inklusive Gesellschaft einzusetzen.
Die Konferenz bildete den Auftakt für die Mobilisierungskampagne zum Aktionstag gegen den von den Abtreibungsgegner_innen durchgeführten „Marsch für das Leben“ am 17.09.2016 in Berlin. Als Ergebnis der Konferenz wurde eine Resolution zur Abschaffung der Paragrafen 218/219 diskutiert und verabschiedet.
Weg mit § 218! Für ein Leben und Lieben ohne Bevormundung! Für die Vielfalt der Lebensentwürfe!

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