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Migrations- und Fluchterfahrung

Eine Migrations- und Fluchterfahrung spielt eine zentrale Rolle beim Zugang zu und Umgang mit dem Gesundheitssystem. Das Familienplanungszentrum BALANCE unterstützt die Gesundheitsversorgung von geflüchteten Frauen und ihren Familien durch die Projekte „Gesundheitsversorgung von geflüchteten Frauen verbessern“ und „Schwangere und Mütter aus allen Berliner Unterkünften“. Die Projekte ermöglichen geflüchteten Frauen einen flucht- und migrationssensiblen sowie sprachgestützten Zugang zum Gesundheitssystem mit dem Ziel der ganzheitlichen Gesundheitsförderung und Prävention.
Basierend auf einem Empowerment-Ansatz beraten wir zu Themen rund um Frauengesundheit, Partnerschaft, Liebe und Sexualität und informieren über die Rechte und Möglichkeiten, um die Selbstbestimmung der Frau zu stärken. Mithilfe von Sprach- und Kulturmittlerinnen arbeiten wir zielgruppenspezifisch und kultursensibel sowohl aufsuchend in Berliner Unterkünften als auch vor Ort im Familienplanungszentrum BALANCE. Unsere Teams sind interdisziplinär aufgestellt und können sowohl in medizinischen und sexualpädagogischen  als auch in psycho-sozialen Fragen weiterhelfen. Nachfolgend können Sie die genauen Projektbeschreibungen nachlesen.

Projekt „Schwangere und Mütter aus allen Berliner Unterkünften"

Das Familienplanungszentrum BALANCE erreicht schwangere Frauen unterschiedlicher Herkunft seit längerer Zeit durch seine bestehenden medizinischen Angebote. Aus dieser Arbeit heraus nehmen wir wahr, dass die Voraussetzungen, Kindern einen guten Start ins Leben zu ermöglichen, bei bestimmten Gruppen von Migrantinnen und geflüchteten Frauen erschwert sind. Oftmals sind die Möglichkeiten der Versorgung während und nach der Schwangerschaft nicht bekannt oder Sprachbarrieren führen zu Unsicherheiten im Umgang mit Schwangerschaft und Geburt, sodass hier Unterstützung gewünscht ist.

Im Rahmen dieses Projekts bieten wir geflüchteten Frauen diese Unterstützung durch aufsuchende Beratung in den Berliner Not- und Gemeinschaftsunterkünften sowie in Form eines „Hebammen-Cafés“ im Familienplanungszentrum. Beim wöchentlichen Hebammen-Café ist immer eine Dolmetscherin für Arabisch und Farsi vor Ort. Im Rahmen des monatlichen „Familien-Cafés“, wo auch Väter und Männer willkommen sind, ist außerdem eine Tigrinya-Dolmetscherin vor Ort. Im Projekt „Schwangere und Mütter aus allen Berliner Unterkünften“ sind eine Hebamme und eine Sozialarbeiterin tätig.

Projekt „Gesundheitliche Versorgung geflüchteter Frauen verbessern“

Das Projekt geht die Gesundheitsversorgung und die Bedarfe von geflüchteten Frauen ganzheitlich, interdisziplinär und niedrigschwellig an. Im Zentrum der Arbeit steht die sexuelle und reproduktive sowie psychische Gesundheit von geflüchteten Frauen.

Die Mitarbeiterinnen führen mobile Beratung mithilfe von Sprach- und Kulturmittlerinnen durch, informieren  über sexuelle und reproduktive Gesundheit und Rechte, gehen auf individuelle Fragen von geflüchteten Frauen ein und leiten sie im Gesundheitssystem weiter. So kann Aufklärung über die Rechte von Frauen in Deutschland, das deutsche Gesundheitssystem und spezielle Ansprechpartner_innen und Beratungsstellen sowohl individuell als auch in Form von Gruppenberatungen stattfinden.

Außerdem stellt psychologische Beratung einen weiteren Arbeitsschwerpunkt des Projekts dar. Psychologische Beratung soll den Klientinnen (Einzelberatung) und ihren Partnern bzw. Partnerinnen (Paarberatung) eine Stütze und Entlastung in ihrer neuen Lebenssituation bieten. Mögliche Beratungsthemen könnten z.B. psychische Gesundheit, Ankommen in einem neuen Land, Bewältigung von seelischen Belastungen und Partnerschaftskonflikten, Umgang mit und Intervention bei Krisensituationen, selbstbestimmte Familienplanung oder Bindungs- und Erziehungsthemen sein.

Bei Bedarf können auch Mitarbeiter_innen von Gemeinschaftsunterkünften über die benannten Themen durch Fachkräfteberatung informiert und sensibilisiert werden. Im Projekt „Gesundheitliche Versorgung von geflüchteten Frauen verbessern“ sind eine Psychologin und eine Sozialarbeiterin tätig.

Angebote für Frauen aus Eritrea

Einmal monatlich findet eine offene Gruppenberatung zur reproduktiven Frauengesundheit für Eritreerinnen im Familienplanungszentrum BALANCE statt. Die Gruppenberatung wird von einer Tigrinya-Dolmetscherin sprachlich unterstützt.  Darüber hinaus begleitet die Tigrinya-Dolmetscherin einmal monatlich das hebammengeleitete Familien-Café in den Räumlichkeiten vom Familienplanungszentrum BALANCE.

Da Bewohnerinnen aus Eritrea in den Berliner Unterkünften aufgrund mangelnder Dolmetscherinnen hinsichtlich Informationen unterversorgt sind, möchte das Familienplanungszentrum BALANCE hierbei eine Lücke in der Gesundheitsversorgung von geflüchteten Frauen aus Eritrea schließen.

Die angehängten Handzettel sind als Terminzettel gedacht, so dass das Datum der jeweiligen Gruppenberatung eingetragen und an Interessentinnen aushändigt werden kann.
Anstehende Termine...

...für das Familien Café für eritreische Frauen im FPZ BALANCE:
  • am Freitag den 26.07.2019, 10-16 Uhr
  • am Freitag den 30.08.2019, 10-16 Uhr
  • am Freitag den 27.09.2019, 10-16 Uhr
  • am Freitag den 18.10.2019, 10-16Uhr
  • am Freitag den 29.11.2019, 10-16 Uhr
  • am Freitag den 20.12.2019, 10-16 Uhr
... die Gruppenberatung für eritreische Frauen findet an den Terminen jeweils zwischen 12:00 und 14:30 Uhr im FPZ BALANCE statt.

Die Ankündigung für Oktober, November, Dezember 2019 zum Aushängen auf Deutsch und Tigrinya entnehmen Sie bitte hier:
Weibliche Genitalbeschneidung (FGM_C)

Weibliche Genitalbeschneidung (FGM_C)

Im Rahmen der frauenärztlichen Praxis sowie in der psychologischen und Sexualberatung stehen wir mit einem umfassenden Ansatz zur weiblichen Genitalverstümmelung bzw. -beschneidung (FGM_C) zur Verfügung. Außerdem koordiniert das Familienplanungszentrum BALANCE den Runden Tisch „Stopp FGM_C in Berlin-Brandenburg“.