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Schwangerschaftsabbruch

Im Familienplanungszentrum werden ambulante Schwangerschaftsabbrüche durchgeführt. Ein wichtiger Ausgangspunkt für unsere Arbeit ist der Respekt vor der Entscheidung der betroffenen Frau.
Der Schwangerschaftsabbruch soll in einer angenehmen und wertfreien Atmosphäre durchgeführt werden, um die Frau/das Paar in ihrer/seiner Entscheidung zu unterstützen.
Es ist möglich, zwischen dem operativen oder dem medikamentösen Abbruch zu wählen. Der operative Abbruch kann auf Wunsch in Vollnarkose oder örtlicher Betäubung stattfinden.
Der medikamentöse Abbruch wird mit dem Medikament Mifegyne® durchgeführt. Zu allen medizinischen Eingriffen ist die Unterzeichnung einer Einverständniserklärung erforderlich.

Modellprojekt: Telemedizinisch begleiteter medikamentöser Schwangerschaftsabbruch

Der Zugang zur medikamentösen Methode ist in einigen Bundesländern nicht flächendeckend gegeben. Während der Covid-19-Pandemie hat sich in einigen Bundesländern diese Situation noch verschärft.

Das Familienplanungszentrum hat sich entschieden, diese Lücke mit dem Angebot eines telemedizinisch begleitenden Vorgehens zu füllen.

Erfahrungen aus England zeigen, dass ein telemedizinisches Vorgehen eine sichere Variante der Begleitung bietet und Patientinnen sehr zufrieden damit sind. Dort wurde ab Mitte April 2020 aufgrund der Covid-19-Situation die Versorgung von ungewollt Schwangeren über Telemedizin eingeführt.

Selbstverständlich werden alle rechtlichen Gegebenheiten berücksichtigt.
Ablauf:
  • Ungewollt Schwangere, die keine wohnortnahe Praxis finden, die den medikamentösen Schwangerschaftsabbruch anbieten oder in Quarantäne sind, können sich telefonisch unter 030-236 236 80 während unserer Telefonsprechzeiten melden: Montag & Freitag 9–14 Uhr; Dienstag & Donnerstag 11 – 18 Uhr und Mittwoch 15 – 19 Uhr.
  • In einem ersten Videotermin wird geklärt, ob ein telemedizinisches Vorgehen im individuellen Fall möglich ist.
  • Danach wird der genaue Ablauf erklärt und weitere Videotermine vereinbart.
  • Während der gesamten Zeit ist ein telefonischer Bereitschaftsdienst gegeben.
  • Auch die notwendige Beratung kann vielerorts per Telefon- oder Video erfolgen. Hier finden Sie Beratungsstellen, auch vor Ort, die berechtigt sind eine Schwangerschaftskonfliktberatung durchzuführen und einen Beratungsschein auszustellen https://www.familienplanung.de/beratung/beratungsstelle-finden/
Mehr Informationen zum Modellprojekt: https://doctorsforchoice.de/2021/01/abbruch_zuhause/
Das Modellprojekt wird in Kooperation mit Doctors for Choice Germany umgesetzt.
Der pro familia Bundesverband begrüßt das Modellprojekt ausdrücklich, insbesonders in Zeiten der Pandemie, da es einen niedrigschwelligen Zugang zum medikamentösen Schwangerschaftsabbruch ermöglicht.
Was sagt die WHO zu unserem Projekt

Weltgesundheitsorganisation lobt das Projekt

Die WHO berichtet über unser Telemedizinprojekt und hebt die Bedeutung dieser Form der Begleitung und des Abbruches hervor: "Introducing telemedicine medical abortion in Germany"

Weitere Informationen

Medical Students for Choice Berlin