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„Was heißt eigentlich Ankommen? Eine Frau und ihr Neuanfang in Berlin“ – Frauenmärz im FPZ BALANCE

10.04.2019
Im Rahmen des Lichtenberger Frauenmärz hat das FPZ BALANCE zu einem Austausch über die besonderen Bedürfnisse und Herausforderungen von geflüchteten Frauen eingeladen
Am 11.3.2019 hat das Familienplanungszentrum BALANCE mit einer Abendveranstaltung an dem diesjährigen Frauenmärz-Programm im Bezirk Lichtenberg teilgenommen. Das Ziel der Diskussionsveranstaltung war es, die Lebenssituation geflüchteter Frauen in Berlin zu beleuchten, ein besseres Verständnis für ihre besonderen Bedürfnisse und Herausforderungen zu schaffen und eine Plattform für den Austausch zwischen Betroffenen, Interessierten und Fachkräften zu bieten.

Majel Kundel, Gleichstellungsbeauftragte vom Bezirksamt Lichtenberg von Berlin, schilderte in ihrem Grußwort die Aktionen am Internationalen Frauentag den 8.3.2019 und bedankte sich beim FPZ BALANCE für das Engagement für Frauenrechte und gelebte Diversität. Danach ging sie auf das Thema des Abends ein und betonte, dass geflüchtete Frauen aufgrund ihrer Fluchterfahrung und ihres Geschlechts mehrfachen Herausforderungen in der Aufnahmegesellschaft ausgesetzt sind.  Daraufhin rief sie dazu auf, sich solidarisch für und mit geflüchteten Frauen gegen ihre strukturelle Benachteiligung zu wehren und für die Gleichstellung aller Menschen einzusetzen, die hier „leben oder Schutz suchen“.

Danach wurden zwei Projekte des FPZ BALANCE, die sich für die gesundheitliche Versorgung von geflüchteten Frauen einsetzen, von den Sozialarbeiterinnen Laura Stähler und Berrin Önler-Sayan vorgestellt. Dabei schilderten die beiden Mitarbeiterinnen die Schwerpunkte und die besonderen Merkmale ihres Arbeitsalltags in den Projekten „Gesundheitsversorgung von geflüchteten Frauen verbessern“ und „Schwangere und Mütter aus allen Berliner Unterkünften“. Ihren Erfahrungen nach ist der Wunsch nach eigenem Wohnraum für das subjektive Gefühl des Ankommens sehr verbreitet. Andererseits werde deutlich, dass Familien nach einem Auszug aus der Unterkunft weiterhin Unterstützung benötigen und diese Übergänge auch gestaltet werden müssen.

Als Nächstes wurde auf die Geschichte des Hauptgastes, Nazifa F. durch einen Kurzfilm eingegangen. Der Film wurde in Griechenland gedreht, als die Afghanin auf der Flucht war und in einem dortigen Camp mit ihrem Mann und ihren Kindern lebte und versuchte, sich auf den Weg nach Deutschland zu machen. Im anschließenden Gespräch mit Diplom-Psychologin Jana Lubinova schilderte sie ihre erste Zeit in Berlin und ging dabei auf die rechtlichen und bürokratischen Hürden vor allem in Bezug auf die Familienzusammenführung ein. Im Zuge ihrer Flucht ist sie vor knapp zwei Jahren alleine mit einem Kind nach Deutschland geflohen und musste erstmal einen Teil ihrer Familie in Griechenland zurücklassen. Dank ihrer unermüdlichen Anstrengungen, die Familie zusammenzuführen, lebt die Familie nun seit neuestem zusammen in Berlin. In Bezug auf das Ankommen – und zugleich das Wohlbefinden aller Familienmitglieder – betont sie mehrfach, wie wichtig es ist, dass Familien nicht getrennt leben müssen und ein neues Kapitel in einer eigenen Wohnung beginnen können.