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Aktuelle Stellenangebote bei BALANCE
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Ab sofort besetzen wir zwei offene Stellen in unserem Zentrum.

Im Medizinischen Fachteam bieten wir eine Leitungsposition mit 19,5 Wochenstunden. Gesucht wird eine Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe.
Stellenausschreibung

Für ein neues Projekt zur Betreuung geflüchteter schwangerer Frauen stellen wir zudem eine Sozialpädagogin in Teilzeit (24 Wochenstunden) zum nächstmöglichen Termin ein.
Stellenausschreibung


Erfolgreiche Konferenz zur Abschaffung des §218 StGB -----------------------------------------------
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Mit 110 Teilnehmenden fand am vergangenen Wochenende die Konferenz  „Weg mit §218!“ in Berlin statt, veranstaltet vom „Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung“. Aus dem gesamten Bundesgebiet sowie einigen europäischen Ländern reisten Aktivist_innen an.

Die Kriminalisierung von Frauen oder Ärzt_innen durch die Paragrafen 218/219 StGB muss abgeschafft werden, darin waren sich die Teilnehmenden einig.
„In Deutschland steht ein Schwangerschaftsabbruch nach § 218 noch immer unter Strafe und wird nur unter bestimmten Voraussetzungen straffrei gestellt. Es kann nicht sein, dass bis heute für Frauen und Mädchen kein uneingeschränktes Recht auf Selbstbestimmung über ihren Körper besteht,“ fasst Stefan Nachtwey, Geschäftsführer des FPZ und Bündnismitglied zusammen.

Ärzt_innen berichteten, wie ihre Arbeit durch Anfeindungen sogenannter Lebensschützer erschwert wird. Im Jahr 2015 gab es 27 Anzeigen wegen vermeintlicher Werbung
für Schwangerschaftsabbrüche gegen Ärtzt_innen. Diese Einschüchterungsversuche haben zur Folge, dass einzelne Praxen schließen und Frauen stundenlange Anfahrtswege, teils in benachbarte Bundeländer auf sich nehmen müssen.

Des Weiteren wurde der freie Zugang zur Beratung und zum Schwangerschaftsabbruch auch für Geflüchtete gefordert und verabredet, Aktionen gegen die Alternative für  Deutschland (AfD) zu unterstützen. Sie verfolgen die gleichen Ziele wie die Lebensschützer und gehen damit eine Allianz  gegen die reproduktiven Rechte von Frauen ein.

Aktivistinnen aus Polen, Irland und Spanien berichteten jeweils über die Gesetzeslage und über die Scheinheiligkeit der Abtreibungsgegner_innen. So berichtet Goretti  Horgan aus Irland, dass Lebensschützer Prochoice Aktivisten_innen Selektion vorwerfen ohne sich selbst für eine inklusive Gesellschaft einzusetzen.

Die Konferenz bildete den Auftakt für die Mobilisierungskampagne zum Aktionstag gegen den von den Abtreibungsgegner_innen durchgeführten „Marsch für das Leben“ am 17.09.2016 in Berlin. 
Als Ergebnis der Konferenz wurde eine Resolution zur Abschaffung der Paragrafen 218/219 diskutiert und verabschiedet.

Das Bündnis ruft auf zum Aktionstag gegen den „Marsch für das Leben“ am 17.9.2016 in Berlin. Weg mit § 218! Für ein Leben und Lieben ohne Bevormundung!
Für die Vielfalt der Lebensentwürfe!

 

Fachtag "Kinderwunsch heute" am 16. Juni im fpz-BALANCE
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Das Thema „Kinderwunsch heute“ - im Kontext des gesetzlichen Wandels und vor dem Hintergrund fortschreitender reproduktiver Möglichkeiten war das Thema der Fachtagung am vergangenen Donnerstag bei BALANCE.


Die menschliche Fortpflanzung, so die Ausgangsannahme, lässt sich nicht ohne den Blick auf die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen und individuelle Reproduktionsentscheidungen diskutieren. Dr. Sandra Obermeyer, Bezirksstadträtin für Jugend und Gesundheit in Lichtenberg, hob in ihrem Grußwort die aktuelle Relevanz des Themas hervor. Die Frage, wer Kinder bekommen kann und darf müsse gesellschaftspolitisch diskutiert und gesetzliche Rahmenbedingungen einer Überprüfung unterzogen werden.

Constanze Körner, Leiterin des Regenbogenfamilienzentrums Berlin, referierte in ihrem Vortrag zu den gesellschaftlichen, rechtlichen und reproduktiven Möglichkeiten in nicht heteronormativen Paarbeziehungen. Sie stellte dabei die aktuelle Situation und die Barrieren bei der Erfüllung des Kinderwunsches unter anderem für lesbische und schwule Paare dar.

Im Anschluss an den Vortrag gab es die Gelegenheit, in Workshops mit sehr unterschiedlichen Annäherungen an das Thema Kinderwunsch je nach individuellem Interesse einzelne Aspekte zu vertiefen.

Im Workshop „Kinderwunsch kennt keine Grenzen?“ konnten die Teilnehmenden sich über die Erwartungen und Wahrscheinlichkeiten aus Sicht einer Reproduktionsmedizinerin informieren.

„Die Uhr, die nicht tickt“, war der Titel des zweiten Workshops, der sich aus einer anderen Richtung dem Thema Kinderwunsch zu nähern versuchte. Die zentrale Frage lautete hier, ob Mutterschaft als Norm gesehen werden muss oder ob gewollte Kinderlosigkeit auch eine normale Option des eigenen Lebensentwurfes sein kann.

Eine dritte Arbeitsgruppe befasste sich mit dem Kinderwunsch und der Elternschaft von Menschen mit geistiger Beeinträchtigung und stellte die Eingangsfrage: Kinderwunsch und Kindeswohl – wer entscheidet?

Schließlich wurde im Rahmen des vierten Workshops die Ambivalenz bei einer eintretenden Schwangerschaft aufgegriffen. Mit einer langjährigen Schwangerschaftskonfliktberaterin diskutierte die Gruppe die Frage, warum sich manche Frauen trotz grundsätzlich bestehenden Kinderwunsches in bestimmten Situationen schließlich doch für einen Abbruch der Schwangerschaft entscheiden.

Nach drei Stunden intensiver Gruppenarbeit erfolgte schließlich die Ergebnisvorstellung, in die alle 60 Teilnehmenden zusammen mit den Workshop-Referent_innen das Erarbeitete mittels der moderierten Fishbowl-Methode vorstellten.

Eine Dokumentation zur Fachtagung wird erstellt, die dann auch über unsere Homepage abrufbar sein wird.

 

GROSSE FREIHEIT - liebe. lust. leben.
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Eine ganz besondere Ausstellung macht vom 13. – 18. Juni Station auf dem Platz vor der Alice Salomon Hochschule in Hellersdorf. Die „GROßE FREIHEIT - liebe.lust.leben." bietet  sechs Tage lang spannende und überraschende Informationen rund um das Thema Sexualität und Gesundheit.

Die Ausstellung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) ist Teil einer neuen Kampagne, welche die seit langem erfolgreich laufende HIV-Prävention um das Thema der sexuell übertragbaren Krankheiten erweitern soll. „Weil die schönste Nebensache der Welt auch Risiken bergen kann, sind Geschlechtskrankheiten – heute spricht man international von sexuell übertragbaren Infektionen (STI) - das zentrale Thema der Ausstellung.“ Der mit über 50 interaktiven Stationen konzipierte Rundgang durch die Ausstellung lädt zum Mitmachen und Erleben ein.


Zur Eröffnung sprachen die stellvertretende Bezirksbürgermeisterin und Bezirksstadträtin für Gesundheit und Soziales, Dagmar Pohle, sowie die Leiterin der BZgA, Dr. Heidrun Thaiss. Beide betonten, wie notwendig Informationskampagnen wie liebe.lust.leben angesichts wieder leicht steigender Infektionszahlen sind. Ute Hiller, die als Geschäftsführerin der AIDS-Hilfe für die Kooperationspartner_innen sprach, benannte darüber hinaus das Werben für Toleranz von sexueller Vielfalt als wichtigen Aspekt der Ausstellung – gerade auch vor den jüngsten tragischen Ereignissen in Orlando.


Das Familienplanungszentrum BALANCE unterstützt die Ausstellung aktiv durch die Begleitung von Ausstellungsstationen durch sexualpädagogische Fachkräfte.

Ausstellung GROßE Freheit

 

Protestkundgebung für mehr Frauen*Rechte
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Zum internationalen Weltfrauentag

Ungeachtet des nicht ganz so freundlichen Wetters mit Regen und Windböen gingen am Sonntag mindestens 1.000 Menschen zum so genannten "Frauen*kampftag" auf die Straße, um für mehr Frauenrechte zu demonstrieren.

Anlässlich des bevorstehenden Weltfrauentags am 8. März hatte für den Sonntagnachmittag ein Bündnis aus verschiedenen Gruppierungen aufgerufen, darunter neben Parteien vor allem feministische Vereine und Bündnisse, wie das Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung, dem auch das Familienplanungszentrum BALANCE angehört. Die Demonstrant_innen zogen vom Rosa-Luxemburg-Platz in Mitte zum Oranienplatz in Kreuzberg.

Für sexuelle Selbstbestimmung, gegen ein reaktionäres Familienbild

Laut Angaben der Organisator_innen forderten sogar 5.000 Teilnehmende mehr Geschlechtergerechtigkeit und sexuelle Selbstbestimmung für Frauen*. Außerdem traten sie gegen eine rassistische Vereinnahmung des Feminismus ein, wie es nach den Ereignissen von Köln durch Parteien wie der AfD geschieht, denen die Frauenrechte ansonsten nicht sehr wichtig zu sein scheinen.

Ein weiteres Thema, welches dem Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung am Herzen liegt, sind die zunehmenden Angriffe auf die Entscheidungsfreiheit von Frauen* beim Thema Schwangerschaftsabbruch. Im Mittelpunkt der Forderungen konservativer bis reaktionärer Gruppierungen steht die vollständige Kriminalisierung des Schwangerschaftsabbruchs und damit der Frauen*, die sich aus unterschiedlichsten Gründen nicht für ein Kind entscheiden können oder wollen.

Unter dem Motto "Gemeinsam Grenzen einreißen" forderten die Teilnehmenden der Demo aus aktuellem Anlass zudem eine Verbesserung der gesetzlichen Lage und mehr gesellschaftliche Teilhabe für Flüchtlinge, insbesondere den besseren Schutz von geflüchteten Frauen in den Gemeinschaftsunterkünften.

Zum Hintergrund

Der internationale Frauentag wird jährlich am 8. März gefeiert. Er geht zurück auf das Engagement der deutschen Sozialdemokratin Clara Zetkin und wurde erstmals am 19. März 1911 in Deutschland organisiert. Clara Zetkin nahm dabei die Idee aus einer Initiative von Frauen aus den USA auf.

 

Der internationale Tag gegen FGM_C am 6. Februar

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Ein umfangreiches Programm mit Diskussions- und Vernetzungsmöglichkeiten prägte die Veranstaltung anlässlich des Internationalen Tages gegen weibliche Genitalbeschneidung und -verstümmelung, kurz FGM_C genannt.

 

Auf Initiative von Sister Fa und der Aktivist_innen-Plattform „Assobul“ hatte das Familienplanungszentrum Berlin – BALANCE e.V. mit der Unterstützung der Werkstatt der Kulturen einen Gedenk-Tag organisiert. Wichtige Unterstützung leisteten die Gleichstellungsbeauftragte von Neukölln, Terre des Femmes e.V., Horizonte gGmbH, Mama Afrika e.V. sowie pro familia Berlin e.V.

 

 

Der Nachmittag begann mit einer Gedenk-Kundgebung, um ein klares Zeichen gegen FGM_C zu setzen. Damit wurde zugleich an Frauen/Mädchen, bei denen FGM_C vollzogen wurde, erinnert. Insbesondere wurde in Gedenken an die im vergangenen Mai verstorbene Hadja Kaba (ehemalige Geschäftsführerin von Mama Afrika e.V. und Referentin zu FGM_C) eine stille Gedenkminute gehalten.

Der im Anschluss folgende Rundgang durch die Foto-Ausstellung zu Sister Fa´s Präventionsarbeit im Senegal war sehr inspirierend. Ein ähnlicher Präventions-Ansatz wird auch in Berlin durch ihre Aktivitäten und die Unterstützung von Horizonte gGmbH und dem FPZ umgesetzt. Wir würden uns freuen, wenn hierfür eine stärkere Beachtung und Unterstützung im Rahmen präventiver Konzepte für Kinder möglich würde.

Zusammen sind wir wirksamer und stärker

Bei der anschließenden Diskussion zu weiblicher Genitalbeschneidung stellten die Mit-Organisierenden ihre aktuellen Projekte und Arbeitsbereiche zu FGM_C vor. Wichtige Punkte für das Beenden der Praxis in Deutschland sowie weltweit konnten sich herauskristallisieren, weil zu FGM_C unterschiedliche Akteur_innen miteinander verbunden und verantwortlich sind.

 

Den Gedenktag beendete schließlich ein wunderbares Konzert von Sister Fa und Band, was zum Abschluss für Auflockerung sorgte und zeigte, wie kraftvoll die Kunst zu solch sensiblen Themen eingesetzt werden kann.

 

 

UNITY THROUGH DIVERSITY? – Einheit durch Diversität? -------------------------------------------------------------------

What is the formula to partial and/or eventual success?
Or, is success in this matter even achievable?


Was ist die Formel, die zu Teil- und/oder Langzeiterfolg führt?
Oder, ist Erfolg in dieser Angelegenheit überhaupt erreichbar?

Zusammen mit Fountainhead Tanz Théâtre haben wir bei der Vernissage vorige Woche einen inputreichen Abend erlebt! Sie haben viel von ihrer großartigen, mehrmals ausgezeichneten Arbeit erzählt sowie die Bezüge zur Arbeit des FPZs und den aktuellen Debatten aufgrund von Migration und Flucht deutlich gemacht. Aus diesem Grund möchten wir erneut – im Anschluss an das Aufzeigen mehrerer Kurzfilme – ins Gespräch treten! Wir organisieren im FPZ am 25.11.2015 von 18.oo bis 22.oo Uhr einen Film- und Gesprächsabend. Dieser soll auch Forderungen an die Gesellschaft, das Berliner Gesundheits- und Sozialsystem festmachen, die wir mit dem Publikum besprechen: wir möchten gerne kreativ werden und ein Endergebnis mit euch erstellen, das unsere Eindrücke und Positionen abbilden soll. Die Gespräche werden diesmal erneut in Deutsch UND Englisch stattfinden.

Hier steht die Einladung dazu mit Filmbeschreibungen.

Hier finden Sie den aktuellen Flyer dazu.

Vernissage zur Ausstellung „Footprints in the Sand?“
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Ab dem 15. September 2015 bis voraussichtlich Ende Februar 2016 hat das FPZ die Ehre und das Vergnügen, Bilder, Fotografien und Skulpturen von Fountainhead® Tanz Théâtre zu präsentieren. Die Aussteller_innen und die Künstler_innen von „Footprints in the Sand“ standen bei der Vernissage am 28. Oktober im Vordergrund - und ihre langjähriges Schaffen. Über die zahlreichen Aktivitäten wurden aktuelle Debatten zu Themen der Flucht, Migration, Rassismus und ande re Diskriminierungsformen angesprochen. Gleichzeitig wurde die Notwendigkeit des Aufbauens inklusiver Strukturen benannt – denn diese fördern einen Zugang etwa zu Leistungen im gesundheitlichen und psycho-sozialen Bereich und drehen den Blick um auf die Verantwortung in den Einrichtungen selbst.


Nach der Ausstellungsführung und sich anschließenden intensiven Gesprächen wurden wir von der wunderbaren Musik von zwei Künstler_innen der Band „Give Me A Paper“ sehr bewegt.

 

Delegation aus Honduras zu Besuch im FPZ
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In der vergangenen Woche ist der Präsident von Honduras zu einem Staatsbesuch in Berlin gewesen. Inhalt der Gespräche im Bundeskanzleramt waren unter anderem eine stärkere Entwicklungszusammenarbeit in den Bereichen Bildung und Umwelt. Ana García de Hernández, die Ehefrau des Präsidenten, war im Rahmen dieses Besuches am vergangenen Montag, den 26. Oktober, mit einer Botschaftsdelegation im Familienplanungszentrum BALANCE. Der Termin diente dem Informationsaustausch insbesondere im Bereich der sexualpädagogischen Prävention und der Vermittlung von Verhütungsmethoden. Darüber hinaus interessierten sich die Gäste für die Vorstellung des komplexen interdisziplinären Angebotes von BALANCE.

Im anschließenden Austausch konnten wir unsererseits Näheres über die Versorgungssituation im Bereich sexualpädagogischer und präventiver Maßnahmen in Honduras erfahren.

 

 

Kinderrechte, Kinderschutz und… FGM_FGC
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… oder wie die Zusammenarbeit für das Kindeswohl mit langjährig erfahrenen Expert_innen gut klappt

Am 26. September hat das FPZ zusammen mit der Aktivist_innen-Plattform Assobul bei Horizonte gGmbH in Reinickendorf eingeladen. Familien, Kindern und Vertreter_innen unterschiedlicher Communities und/oder Organisationen in Berlin wurde ein spannender Nachmittag mit kreativen Aktivitäten rund um das Thema „Kinderschutz“ angekündigt. Der besondere Schwerpunkt beim weitumfassenden Thema Kinderrechte und Kinderschutz lag auf der Interaktion mit den Kindern und die Thematisierung von ihren Rechten, ihrem Schutz vor u.a. Armut, Schmerz oder Ausgrenzung.

Expertentum hatten bei der Planung, Ansprache und Moderation Sister Fa und ihre Aktivist_innengruppe, Assobul. Das heikle Thema Beschneidung thematisiert Sister Fa seit Jahren: bei internationalen Konferenzen über die weibliche Genitalbeschneidung_-verstümmelung (auf Englisch als FGM_FGC abgekürzt) sowie in den unterschiedlich großen Communities und Ortschaften in mehreren Länder wie Senegal oder Guinea, wo sie Projekte zur Beseitigung dieser Praxis koordiniert. Aus ihrer Erfahrung haben sich Empowernment-Ansätze wie das Reden über eigene Rechte der Kinder, Frauen und von FGM_FGC Gefährdete am erfolgreichsten erwiesen. Auch das Mitnehmen der involvierten Personen in dieser Debatte – also Eltern(teile), politische und/oder religiöse Entscheidungsträger sowie Lehrer_innen und Schulleitungen – hat mit ihrem Ansatz große Veränderungen bei den Einstellung über FGM_FGC erreicht.

Angefangen hat der Abend mit der Vorstellung der Kooperation zwischen Assobul, Horizonte gGmbH und dem FPZ BALANCE sowie ihrer Ziele. Das Gewähren von Kinderrechten und das Wohl unserer nächsten Generationen wurden als gemeinsames Ziel der Mitwirkenden sowie der Gäste verdeutlicht. Zu den gemeinsamen Aufgaben gehören dementsprechend auch strukturelle oder gesamtgesellschaftliche Fragen wie Teilhabe, Gestaltungsmacht teilen sowie das Thematisieren von sensiblen Themen wie FGM_FGC zusammen MIT den Communities und nicht ÜBER diese. Anschließend wurde den Kindern eine Geschichte mit dem Thema „Dazugehören: Kinderrechte“ erzählt. Diese wurde begleitend mit der Musik von Sister Fa kreativ kombiniert. Dann haben im Bezug darauf die Kinder Kallebassen bemalt und ihre Kunstwerke im Nachhinein vorgestellt. Tanz, Musik und ein großzügiges Buffet haben den Abend mit spannenden Gespräche zum Ausklang gebracht.

 

Sucht - Sexualität und Partnerschaft:
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Das Thema unseres letzten Salongesprächs im FPZ BALANCE hat für einen fachlichen Austausch zu (wieder mal) heiklen und spannenden Themen gesorgt


Nach drei Impulsreferaten zu unterschiedlichen Aspekten des benannten Oberthema (s. u.), fand eine rege Podiumsdiskussion statt: diese eröffnete den Raum für Austausch, um Fragen aufzuwerfen, Berichte aus der eigenen Praxis zu teilen oder Debatten anzustoßen und endete im darauf folgenden informellen Austausch.

Vielen Dank an die Referent_innen, vielen Dank an die Teilnehmenden und bis zum nächsten Salongespräch!

Hier folgt in Kürze eine Pressemitteilung zur Veranstaltung.

Impulsreferate

„Suchtkrank zu sein – Was bedeutet das?“
Janina Wiggert, Dipl. Psychologin, Salus Klinik Lindow

"Sucht - Partnerschaft - Sexualität: Probleme, Verläufe, Hilfen"
Prof. Dr. Michael Klein, Katholische Hochschule NRW, Leiter Deutsches Institut für Sucht- und Präventionsforschung (DISuP)

„Wenn Sex zur Sucht wird.“
Dr. med. Stefan Siegel, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie/ Sexualmedizin, Institut für Sexualwissenschaft und Sexualmedizin (Charitè)

 

Delegation aus Mosambik zu Besuch im FPZ
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Aus Anlass der 20jährigen  Städtepartnerschaft zwischen dem Bezirk Berlin-Lichtenberg und dem Bezirk KaMubukwana in der mosambikanischen Hauptstadt Maputo ist in der dritten Septemberwoche eine Delegation zu Gast in Berlin gewesen. Im Rahmen dieser Partnerschaft soll nicht nur finanzielle Hilfe und Unterstützung durch Sachleistungen erbracht werden, es findet auch ein Austausch beider Seiten über das Leben im Partnerland statt. Dabei ist die Bildungsarbeit ein wichtiges Thema.

Einige Mitglieder der Delegation aus Maputo,  Lehrerinnen aus Schulen und Mitarbeiterinnen eines Jugendzentrums, waren aus diesem Grund in das FPZ BALANCE gekommen, um sich über die Arbeit des Zentrums zu informieren. Begleitet wurden sie von der Bezirksstadträtin für Jugend und Gesundheit des Bezirks Lichtenberg sowie der Gleichstellungsbeauftragten und der Beauftragten für Partnerstädte des Bezirkes.

Insbesondere  der sexualpädagogische Fachbereich des Zentrums interessierte die Gäste. Beide Seiten waren gespannt, wie die sexuelle Aufklärung von Kindern und Jugendlichen in den jeweiligen Ländern gestaltet wird. Wie ist beispielsweise die Verhütung im jeweiligen Land geregelt, was passiert bei ungewollter Schwangerschaft? Wie steht es um die Akzeptanz von Homosexualität und die rechtliche Anerkennung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften? Wie können Fachkräfte sensibilisiert, Kinder und Jugendliche vor sexuellem Missbrauch geschützt werden?

Durch den Besuch konnte einiges Fachwissen und interessante Fakten zur sexualpädagogischen Bildung ausgetauscht werden. Angesichts der hohen Geburtenrate in Mosambik und der vergleichsweise niedrigen in Deutschland musste jedoch zu Beginn die Frage geklärt werden: Warum braucht man in Deutschland ein Familienplanungszentrum? Wir haben die Frage hoffentlich überzeugend beantworten können.

 

Leben und lieben ohne Bevormundung 

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Erfolgreicher Aktionstag gegen den „Marsch für das Leben“ am 19. September 2015

Für den vergangenen Samstagvormittag hatte das „Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung“ zum Gegenprotest anlässlich des „Marsches für das Leben“ aufgerufen. Jedes Jahr Ende September fordern christliche Fundamentalisten bei diesem Marsch unter anderem ein totales Verbot von Schwangerschaftsabbrüchen und wenden sich gegen die gelebte sexuelle Vielfalt in unserer Gesellschaft.

Ziel der am Brandenburger Tor beginnenden Gegenkundgebung mit anschließender Demonstration war es, auf diese christlich-fundamentalen Gruppierungen aufmerksam zu machen und dessen Forderungen nicht unwidersprochen zu lassen. Etwa 3.000 Demonstrat_innen aus unterschiedlichen Bündnissen waren am Samstag bunt und friedlich für sexuelle Toleranz auf der Straße.

 

 

Der Demonstrationszug bewegte sich nach einer Auftaktkundgebung Richtung Gendarmenmarkt, wo eine Abschlussveranstaltung stattfand. Als Redner_innen konnten auch Aktivist_innen und Expert_innen aus anderen europäischen Ländern gewonnen werden: aus Spanien, Österreich und Irland wurde über die dortigen (Un-)Möglichkeiten legaler Schwangerschaftsabbrüche berichtet. Zudem wurden zahlreiche Grußworte von unterstützenden Verbänden, Parteien und Aktionsgruppen verlesen.

 

 

Das Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung wird getragen von Personen, die in Beratungsstellen arbeiten oder die sich in Verbänden und Parteien für das Selbstbestimmungsrecht von Schwangeren einsetzen, Feminist_innen und und zahlreichen weitere Einzelpersonen. Das Bündnis setzt sich ein für eine tolerante Gesellschaft der vielfältigen Lebensentwürfe und gegen den wiedererstarkenden christlichen Fundamentalismus .

 

Ausstellung und Vortrag anlässlich der "Tage der Geburt"
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am 26. September 2015 im FPZ